World Usability Day 2015 Berlin | Innovation durch Partizipation. Die nutzerzentrierte Entwicklung einer motivationsfördernden Smartphone-Applikation für jugendliche Skoliose-Patienten.

Innovation durch Partizipation. Die nutzerzentrierte Entwicklung einer motivationsfördernden Smartphone-Applikation für jugendliche Skoliose-Patienten.

Der Erfolg therapeutischer Maßnahmen wird maßgeblich durch die persönliche Bereitschaft und Motivation zur aktiven Mitarbeit im Rehabilitationsprozess bestimmt. Dies gilt insbesondere für medizinische Hilfsmittel, die von Patienten über einen längeren Zeitraum eigenverantwortlich angewendet werden, wie z.B. in der Korsett-Therapie zur Skoliosebehandlung von Kindern und Jugendlichen. Hier fehlt es vor allem an geeigneten Rückmeldestrategien, die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientieren. Im Forschungsprojekt geht es darum, das Korsett mit einem Multisensor-Monitoring-System auszustatten und die Interaktion über eine Smartphone- Applikation anzureichern. Um Anforderungen an die App abzuleiten und Gestaltungskonzepte zu entwickeln, kommen partizipative Designforschungsmethoden basierend auf Personas, Storytelling, Szenarien und Cultural Probes sowie Workshops und Interviews zum Einsatz. Der Vortrag stellt das iterative Vorgehen und einen ersten Prototypen für die Applikation vor.

Ort & Zeit

Event Hours(1)

  • Raum 3

    14.00 - 14.15

    Michael Minge
    Technische Universität Berlin
    Katharina Lorenz
    Universität der Künste

Speaker
34 Michael Minge

Dr. Michael Minge

Michael Minge studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin und Human Factors an der TU Berlin. Nach seiner Promotion zum Thema zeitlicher Dynamik im Nutzungserleben war er als freiberuflicher Usability-Berater, Dozent und Lehrbeauftragter tätig. Die Forschung setzte er im Graduiertenkolleg "prometei" fort. Aktuell arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Innovationscluster "BeMobil" und beschäftigt sich mit dem nutzerzentrierten Design von Unterstützungssystemen in der Bewegungsrehabilitation.

Insitut: Fachgebiet Kognitionspsychologie und Kognitive Ergonomie, TU Berlin

34 Katharina Lorenz

Katharina Lorenz

Katharina Lorenz studierte Produkt-Design mit dem Fokus Interaction Design an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit 2012 ist sie am Design Research Lab der Universität der Künste Berlin tätig und in verschiedene Projekte im Gesundheitskontext involviert. Unter anderem beschäftigte sie sich mit der Interfacegestaltung für Menschen mit Demenz und deren Integration in den Design-Prozess. Momentan arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Innovationscluster "BeMobil" mit dem Ziel, die Mensch-Technik-Interaktion mobilitätsfördernder Rehabilitationstechnik zu optimieren.

Institut: Design Research Lab

Bewerbung-online

Dr. Susanne Dannehl

Susanne Dannehl studierte Psychologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und erlangte die Approbation in Verhaltenstherapie an der Berliner Akademie für Psychotherapie. Nach ihrer Promotion zum Thema Akzeptanzverbesserung bei Medizinprodukten war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Herzzentrum Berlin sowie als Dozentin der Steinbeis Hochschule Berlin tätig. Die Forschung zur Akzeptanzverbesserung führt sie im Innovationscluster "BeMobil" im Fachgebiet Medizintechnik fort. Hier untersucht sie interaktive Ansätze zur Motivationsverbesserung bei der Versorgung von Skoliose-Patienten.

Insitut: Medizintechnik, Technische Universität Berlin

34 Laura Doria

Laura Doria

Laura Doria studierte an der Universität von Padua Automatisierungstechnik. Anschließend schloss sie ein Sprachenstudium ab und absolvierte den Master-Studiengang für Biomedizinische Technik an der TU Berlin. Sie wurde 2012 DFG-Stipendiatin im Graduiertenkolleg „prometei“ und untersucht aktuell im Innovationscluster „BeMobil“ in ihrem Dissertationsthema ein multisensorisches Monitoringsystem für orthetische Hilfsmittel.

Insitut: Medizintechnik, Technische Universität Berlin